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Stromanbieter Gazprom? Kartellamt hat Bedenken
Stromanbieter Gazprom? Kartellamt hat Bedenken11.07.2011, 19:47 Uhr
Dass der russische Energiekonzern Gazprom auch in das Geschäft als Stromanbieter in Deutschland einsteigen will, ist bereits seit einigen Wochen bekannt. Möglicherweise konkretere Pläne für ein Zusammengehen mit RWE hält das Bundeskartellamt für potentiell bedenklich.Zusammenarbeit mit Stromanbieter problematisch für Wettbewerb?Die Gerüchte, die bisher über eine mögliche Beteiligung von Gazprom beim deutschen Stromanbieter RWE im Umlauf sind, werden noch von keiner Seite kommentiert. Deswegen kann das Bundeskartellamt nach Angaben ihres Präsidenten Andreas Mundt auch noch keine wirkliche Bewertung der Sachlage vornehmen. Jedoch sei die Expansion eines großen Gasproduzenten wie Gazprom durch die Zusammenarbeit mit einem großen Stromanbieter wie RWE grundsätzlich nicht unproblematisch für die Wettbewerbssituation. Daher könne ein solches Engagement auch kartellrechtliche Konsequenzen haben, die genau unter die Lupe genommen werden müssten, so Mundt.
Atomausstieg für Gazprom Einstieg auf deutschen Strommarkt
Gazprom hatte nach dem Beschluss über den Atomausstieg verkündet, sich unter Umständen selbst als Stromanbieter auf dem deutschen Markt zu etablieren. Man denke über den Betrieb von Gaskraftwerken nach, so die Aussage von Alexej Miller, seines Zeichens Chef des russischen Energiekonzerns, der einer der wichtigsten Gaslieferanten für Westeuropa und besonders für Deutschland ist. Da ein Großteil der fehlenden Kapazitäten beim Atomstrom zukünftig von Gaskraftwerken produziert werden soll, bietet sich eine solche Expansion für die Russen natürlich an.
Siehe auch: Die Energiesicherheit nach dem Atomausstieg in Deutschland
