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Energiegipfel: Hessen setzt auf Windenergie
Energiegipfel: Hessen setzt auf Windenergie12.07.2011, 14:33 Uhr
Die Teilnehmer am Energiegipfel in Wiesbaden sind sich zumindest in einem Punkt einig: Hessen soll mehr Windkraft nutzen. Wirkliche Beschlüsse gibt es aber noch nicht.Erneuerbare Energien hinken in Hessen hinterherIn der Wiesbadener Staatskanzlei treffen sich diese Woche Experten aller im Landtag vertretenen politischen Parteien, Stromanbieter, Naturschutzverbände sowie Abgesandte aus Kommunen und Städten. Sie wollen auf einem Energiegipfel beraten, wie Hessen sich bei der Energiewende nach dem Atomausstieg aufstellen soll. Ungewohnte Einigkeit bestand zunächst in einem Punkt: Die Zahl der Windkraftanlagen in Hessen soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Das war nicht immer selbstverständlich, denn früher galt Hessen als ungeeignet für Windenergie. Moderne Anlagen können heutzutage aber auch in den durchaus windreichen Lagen, die es in diesem Bundesland auch gibt, eine beträchtliche Ausbeute an Ökostrom produzieren. Der Ausbau der erneuerbaren Energien hinkt in Hessen indes hinterher: Solarstrom konnte zwar in den letzten Jahren ebenfalls Zuwächse verzeichnen, doch die Bilanz ist noch stark ausbaufähig.
Kohlekraftwerk Staudinger: Ausbau überflüssig oder zwingend notwendig?
Zum Streitpunkt wird in Hessen vermutlich das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg bei Hanau werden. Der Stromanbieter E.ON plant hier den Bau eines neuen Kraftwerksblocks (für den im Gegenzug ältere Kraftwerksteile abgeschaltet werden sollen). Doch der Widerstand im Umland ist bei allen Parteien sehr groß. Dass nach der Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland solche Großkraftwerke zur Sicherung der Grundlast bei der Stromversorgung benötigt werden, ist das Argument der Befürworter eines Staudinger-Ausbaus. Die Gegner sehen dies allerdings völlig anders, können indes aber auch keine Antworten darauf geben, woher ein Großteil des hessischen Stroms kommen soll, wenn Biblis abgeschaltet ist und Staudinger nicht ausgebaut werden kann. Der Energiegipfel wird darauf bis zum Ende der Woche aber vermutlich auch keine abschließende Antwort finden.
