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TelDaFax: Auch Kunden anderer Stromanbieter verunsichert
TelDaFax: Auch Kunden anderer Stromanbieter verunsichert15.07.2011, 13:48 Uhr
Die Insolvenz von TelDaFax hatte sich über Monate hinweg angekündigt doch viele Kunden vertrauten auf die Aussagen des Konzerns, dass alles in Ordnung sei. Kunden anderer Versorger fragen sich nun, ob das auch ihnen passieren kann.Niedrige Strompreise wurden bei TelDaFax zum BumerangDas Hauptproblem für die Kunden von TelDaFax ist nicht so sehr die Tatsache, dass das Unternehmen pleite ist und nicht mehr liefern kann. Immerhin gibt es für solche Fälle gesetzliche Regelungen. So ist es zwar nicht angenehm, sich so plötzlich einen neuen Stromanbieter suchen zu müssen, doch gerade mit Hilfe eines Stromrechners ist dies keine große Schwierigkeit. TelDaFax hatte vielmehr mit seinem Geschäftsmodell dafür gesorgt, dass nun viele Kunden ihre Vorauszahlungen vermutlich nicht mehr zurückbekommen. Damit werden die einstmals sehr günstigen Strompreise zum Bumerang denn gleichgültig, zu welchem neuen Versorger diese Kunden wechseln, müssen sie dort natürlich den Strom erneut bezahlen.
Vorsicht, wenn der Stromanbieter Vorkasse wünscht
Das Problem lag also nach Ansicht führender Verbraucherschützer schon in der Tatsache, dass viele Kunden bereit dazu waren, ihren Strom sechs oder sogar zwölf Monate im Voraus zu bezahlen. Auch andere Stromanbieter verwenden solche Vorkassemodelle und können damit meist etwas günstigere Strompreise anbieten als die Konkurrenz. Sie sind nicht grundsätzlich unseriös. Aber: Das Risiko, bei einer möglichen Insolvenz diese Gelder zu verlieren, ist immer vorhanden. Letztlich ist ein solches Modell nichts weiter als ein zinsloser Kredit, den man dem Energieversorger einräumt. Sicherlich wird die Pleite eines Versorgers wie bei TelDaFax auch in Zukunft die Ausnahme bleiben, aber bei der Suche nach einem neuen Energielieferanten sollten die Verbraucher sich nicht nur vom Aspekt der billigsten Strompreise leiten lassen.
Strompreise und AGB der Stromanbieter vergleichen
Ganz wichtig sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Tarife mit Vorkasse sowie Verträge mit langer Laufzeit sind für Privathaushalte trotz Preisgarantien in der Regel nicht sinnvoll. Auch der Kauf fester Stromkontingente macht nur dann Sinn, wenn der Verbrauch sich zu 100 Prozent mit dieser Vereinbarung deckt. Wer mehr oder weniger verbraucht, zahlt entweder drauf oder verschenkt bereits bezahlten Strom. Besser ist es, auch Kriterien wie Kundenzufriedenheit und kundenfreundliche Vertragsbedingungen in die Entscheidung über den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter einzubeziehen. Umgekehrt sollte die Pleite von TelDaFax aber auch kein Grund dafür sein, nun aus Furcht vor Problemen auf einen Wechsel zu verzichten. Aber wie bei allen Verträgen sollte man genau lesen, was man unterschreibt. Hilfreich sind hierbei gute, unabhängige Stromrechner, bei denen man individuelle Einstellungen vornehmen kann. Ein Grund, zu hohe Strompreise zu zahlen, sollte die Insolvenz einzelner Unternehmen jedenfalls nicht sein. Beim überwiegenden Teil der Stromanbieter gibt es keine nennenswerten Probleme.
