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Heizölpreise steigen was passiert mit den Strompreisen?
Heizölpreise steigen was passiert mit den Strompreisen?15.07.2011, 18:58 Uhr
Auf den ersten Blick haben Heizölpreise und Strompreise nicht viel miteinander zu tun. Doch in Zukunft werden die Energiepreise noch sehr viel enger miteinander verknüpft sein als heute.Strompreise werden stärker von Ölpreisen abhängenDie Ölpreise haben in der Regel keinen direkten Einfluss auf die Strompreise, da nur ein sehr geringer Teil der Stromerzeugung durch Kraftwerke erfolgt, die Öl oder Heizöl verbrennen. Jedoch ist die Entwicklung der Heizölpreise stets an die generelle Ölpreisentwicklung gekoppelt, was nicht sonderlich überrascht. Über die weitergehende Verknüpfung der Gaspreise mit dem Ölpreis (die von Experten als nicht sehr sinnvoll betrachtet wird, aber dennoch ein Fakt ist) könnten sich in Zukunft auch direkte Auswirkungen auf die Strompreise ergeben. Durch den Atomausstieg wird die Zahl der Gaskraftwerke stark ausgebaut werden, und damit wäre der Kreis von Ölpreisentwicklung zu den Strompreisen geschlossen.
Heizölpreise sinken im Sommer normalerweise
Normalerweise sind die Heizölpreise im Sommer deutlich geringer als im Winter, weil die Nachfrage naturgemäß sinkt. Deswegen macht es Sinn, seinen Tank im Sommer aufzufüllen. Jedoch haben die Turbulenzen bei den weltweiten Finanzen zu einem permanenten Auf und Ab sowohl bei den Währungen als auch bei den Ölpreisen geführt, so dass die Heizölpreise in letzter Zeit ebenfalls eher gestiegen sind. Doch was bedeutet das für Verbraucher? Jetzt kaufen, weil im Winter die Preise noch stärker steigen? Oder lieber noch ein paar Wochen warten? Eine klare Antwort kann es da kaum geben. Kunden sollten die Heizölpreise tagesaktuell im Blick behalten und möglichst kurzfristig die Preise ihrer Lieferanten vergleichen. Dies geht beispielsweise sehr gut über die Services im Internet, wie Google News, wo die Spotmärkte nahezu in Echtzeit verfolgt werden können.
Bestellgemeinschaft kann günstigere Heizölpreise aushandeln
Eine andere Methode ist die direkte Abfrage der Heizölpreise bei den Lieferanten oder bei entsprechenden Portalen im Internet. Bei der direkten Verhandlung am Telefon kann man zwar manchmal spezielle Rabatte aushandeln, doch die Zahl der Vergleichsmöglichkeiten ist hier doch eher beschränkt, so dass der Vergleich im Internet mehr Sinn macht. Ebenso kann es sinnvoll sein, mit Nachbarn Bestellgemeinschaften zu bilden, die größere Mengen abnehmen und so die besseren Konditionen bekommen. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass derjenige, der das Heizöl bestellt, im Zweifel auch für die Rechnung geradestehen muss. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte man solche Bestellgemeinschaften also nur mit Leuten bilden, die ihre Zusagen auch tatsächlich einhalten.
