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Weiteres japanisches Atomkraftwerk abgeschaltet
Weiteres japanisches Atomkraftwerk abgeschaltet18.07.2011, 14:34 Uhr
In einem weiteren AKW gab es am Wochenende Probleme, die zur Abschaltung führten. Damit wird die ohnehin wacklige Stromversorgung Japans weiter geschwächt.Stromanbieter musste Atomkraftwerk abschaltenIm Atomkraftwerk Ooi musste der Stromanbieter Kansai Electric Power einen Reaktor abschalten, nachdem es zu technischen Problemen gekommen war. Dies teilte das Unternehmen am Samstag mit. Demnach hatte es in einem Borsäurebehälter, der für Notfälle bereitgehalten wird, einen Druckverlust gegeben. Zunächst sei kein Austritt von Radioaktivität registriert worden, so die offizielle Darstellung. Wie lange es dauert, bis der Atomreaktor wieder ans Netz gehen kann, konnte noch nicht abschließend beurteilt werden.
Stromversorgung in Japan stark eingeschränkt
Von insgesamt 54 japanischen Atomreaktoren befinden sich somit nur noch 18 am Netz. Nach dem Erdbeben vom 11. März waren aus Sicherheitsgründen zahlreiche Atomkraftwerke abgeschaltet worden. Im AKW Fukushima war es durch den folgenden Tsunami zur Kernschmelze in mehreren Reaktoren gekommen, wobei immense Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden. Durch die fehlenden Kapazitäten ist die Stromerzeugung in Japan stark angeschlagen. Erneut riefen die Behörden die Firmen in Tokio und Umgebung auf, ihren Stromverbrauch drastisch einzuschränken. Nur so könnten Engpässe derzeit einigermaßen vermieden werden. Im Sommer belastet der Einsatz von Klimaanlagen das Stromnetz in Japan zusätzlich.
