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Stromanbieter: Großmann verliert Ansehen unter Managern
Stromanbieter: Großmann verliert Ansehen unter Managern18.07.2011, 20:09 Uhr
Der Chef des Stromkonzerns RWE hat laut einer Umfrage unter Managern stark an Ansehen eingebüßt. Grund dafür ist unter anderem seine harte Haltung nach der Atomkatastrophe von Fukushima.Haltung beim Atomausstieg für RWE-Chef nachteiligDer Unternehmensberater Manfred Niedner aus Wiesbaden führt regelmäßig eine Umfrage unter den Führungskräften der deutschen Wirtschaft durch. Die Ergebnisse sind für den Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, alles andere als schmeichelhaft. Konnte der Stromanbieter-Chef noch vor einem halben Jahr einen Platz im Mittelfeld erreichen, landete er bei der aktuellen Umfrage Manager nach Noten mit 3,8 nur noch auf dem vorletzten Platz. Verantwortlich für diesen Einbruch ist der Analyse von Niedner zufolge der harte Kurs, den Großmann in Sachen Atomausstieg verfolgt habe. Während RWE sich gegen einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie gestellt habe, spreche sich eine Mehrheit von 61 Prozent der befragten Führungskräfte für den raschen Abschied von den Atomkraftwerken aus, so Niedner.
Stromanbieter E.ON schneidet besser ab
Deutlich besser schnitt ein anderer Stromanbieter ab: Der Vorstandsvorsitzende des E.ON-Konzerns, Johannes Teyssen, erhielt von 63 Prozent der Manager Zustimmung für seinen moderaten Kurs in Sachen Atomausstieg. Er konnte seine Bewertung von zuvor 3,7 auf 3,3 steigern. Die Umfrage, die von Niedners Firma alle sechs Monate durchgeführt wird, bewertet die Leistungen von 15 Managern in einem Schulnotensystem von 1 bis 6. Befragt werden insgesamt 1.000 Führungskräfte. Klassenprimus ist mit einer Note von 1,9 nach wie vor der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn.
