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Bundesnetzagentur stellt Weichen für schnelleren Netzausbau
Bundesnetzagentur stellt Weichen für schnelleren Netzausbau19.07.2011, 15:58 Uhr
Es wird ernst: Wenn der Atomausstieg wie geplant durchgeführt werden soll, müssen die Stromnetze umfangreich und vor allem rasch ausgebaut werden. Die Bundesnetzagentur hat dabei die Federführung und verliert keine Zeit bei der Umsetzung.Bundesnetzagentur stellt vier Szenarien vorAm Dienstag setzte die Bundesnetzagentur den Startpunkt für den geplanten beschleunigten Netzausbau in Deutschland. Sechs Wochen lang haben die Öffentlichkeit und die Stromanbieter nun Gelegenheit, die vier zur Debatte stehenden Szenarien zu prüfen und ihre Meinung dazu abzugeben. Erarbeitet wurden diese Szenarien über die zukünftigen Strukturen der Energieversorgung von den Übertragungsnetzbetreibern, wie der Chef der Bundesnetzagentur, Kurth, mitteilte. Die Szenarien sollen dabei als Planungsgrundlage für neue Höchstspannungsnetze in Deutschland dienen. Die größten Unterschiede bei den Konzepten gibt es beim geplanten Anteil der erneuerbaren Energien, der je nach Entwurf zwischen 35 und 46 Prozent bis 2020 schwankt.
Bau neuer Stromtrassen kostet Zeit
Klar sei allerdings schon jetzt, dass jedes Szenario auf einen umfangreichen Ausbau des Höchstspannungsnetzes setze, so Kurth. Grund dafür sei die Tatsache, dass die zunehmende Anteil der erneuerbaren Energien nicht zu der oft geforderten Dezentralisierung der Stromerzeugung führen werde. Eher das Gegenteil sei der Fall, so die Erwartung der Bundesnetzagentur. Windkraft könne beispielsweise schwerpunktmäßig eher im Norden erzeugt werden. Bis zum Baubeginn für die ersten neuen Trassen wird nach Einschätzung von Kurth aber noch viel Zeit vergehen: Vor 2015 oder sogar 2016 rechnet er trotz beschleunigter Verfahren nicht mit dem Beginn des Ausbaus. Allerdings gebe es bereits genehmigte Höchstspannungstrassen, die in einer Länge von 800 Kilometern schon innerhalb der nächsten zwei Jahre in Betrieb gehen könnten, fügte Kurth hinzu.
