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Bundesnetzagentur: Noch keine Entscheidung über Kaltreserve

Bundesnetzagentur: Noch keine Entscheidung über Kaltreserve19.07.2011, 17:07 Uhr

Ob ein Atomkraftwerk als sogenannte Kaltreserve in der Hinterhand behalten werden soll, um Stromengpässe zu kompensieren, ist noch völlig offen. Die Netzagentur hat sich jedenfalls noch nicht festgelegt.Atomkraftwerk als Kaltreserve umstrittenes Konzept
Die endgültige Entscheidung zur Kaltreserve soll erst Ende August fallen. Matthias Kurth, der Chef der Bundesnetzagentur, erklärte am Dienstag, dass man bisher keineswegs auf eine bestimmte Lösung festgelegt sei. Zur Debatte steht die Bereithaltung eines Atomkraftwerks, um Stromausfälle zu vermeiden, die durch den Atomausstieg unter bestimmten Bedingungen im Winter drohen könnten. Diese Idee stammt ursprünglich von der Bundesregierung, wird aber von namhaften Experten als nicht praktikabel bezeichnet. Da ein Atomkraftwerk nicht ohne Weiteres ein- oder ausgeschaltet werden kann, müsste es immer am Netz bleiben, womit der Atomausstieg nicht komplett wäre.

Netzagentur überprüft alle Alternativen
In Anbetracht dieser Problematik sucht die Bundesnetzagentur, die letztlich über die Art der Kaltreserve entscheiden wird, auch nach konventionellen Alternativen. Hierfür hat die Behörde vor Kurzem damit begonnen, eine komplette Aufstellung aller Stromerzeugungsanlagen in Deutschland zu erstellen. Neu hierbei ist, dass erstmals auch Anlagen unter 100 Megawatt erfasst werden. Laut Behördenchef Kurth wolle man kleine Kraftwerke von nicht weniger als 20 Megawatt Leistung in die Überlegungen einbeziehen. Bis diese Erfassung vollständig abgeschlossen ist, wird die Entscheidung also auf sich warten lassen. Ende August wird man nach Ansicht der Bundesnetzagentur sagen können, ob ein Atomkraftwerk als Kaltreserve behalten werden muss oder nicht – und um welchen Reaktor es sich dabei gegebenenfalls handeln wird.



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