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Bundesregierung will Endlagerung von Atommüll noch 2011 klären
Bundesregierung will Endlagerung von Atommüll noch 2011 klären19.07.2011, 21:29 Uhr
Nach der Entscheidung der EU über die Endlagerung von Atommüll, die bis spätestens 2015 von allen Mitgliedsstaaten geklärt sein muss, geht die Bundesregierung in die Offensive. Sie will noch dieses Jahr eine Klärung der Frage herbeiführen.Breiter Konsens beim Atommüll angestrebtWie das Bundesumweltministerium am Dienstag mitteilte, habe man sich entschlossen, angesichts des Endlager-Beschlusses der Europäischen Union eine baldige Entscheidung zum Thema Atommüll zu treffen. Demnach werde die Bundesregierung auf Basis der EU-Richtlinie noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf zur Endlagerung vorlegen, so das Ministerium weiter. Ähnlich wie beim Atomausstieg strebe die Bundesregierung auch in dieser Frage einen breiten gesellschaftlichen Konsens an.
Endlager im Ausland möglich
Hinsichtlich bestimmter Standorte für die Lagerung von Atommüll nimmt die betreffende EU-Richtlinie hingegen keine Stellung. Sie sieht allerdings die Möglichkeit vor, dass mehrere EU-Staaten auch gemeinsam ein Endlager errichten und nutzen können. Dies könnte also auch zu einer Lösung führen, die eine Endlagerung des deutschen Atommülls im Ausland zur Folge hätte. Experten sehen dies als Alternative zu einer langwierigen Diskussion, die in Deutschland nur schwer zu einem Ergebnis führen würde. Wo eine solche Endlagerung im Ausland allerdings in Frage käme, ist derzeit noch völlig offen.
