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Endlager: Kritik an EU-Beschluss aus Österreich
Endlager: Kritik an EU-Beschluss aus Österreich20.07.2011, 15:09 Uhr
Schweden und Österreich hatten sich beim EU-Beschluss über die Atommüll-Endlager enthalten. In der Alpenrepublik gibt es auch zahlreiche Stimmen, die Kritik an der Lösung äußern.Nicht die sicherste, sondern die billigste Lösung?Die EU hat beschlossen, dass die Mitgliedsstaaten, in denen Atomkraftwerke stehen, bis 2015 eine Lösung für ein Endlager präsentieren müssen. Das deutsche Umweltministerium verkündete daraufhin, eine Regelung im Rahmen eines breiten Konsens zu finden und das sogar noch in diesem Jahr. In Österreich wächst hingegen die Kritik an dem Endlager-Beschluss. Vor allem die Möglichkeit, dass Länder ihren Atommüll auch in andere Länder exportieren dürfen, stößt auf wenig Gegenliebe. Die österreichischen Grünen sprechen davon, dass hier nicht die sicherste, sondern die billigste Lösung gesucht worden sei.
Atommüll könnte zum Exportgut werden
Der EU-Beschluss sieht vor, dass Mitgliedsstaaten ein Atommüll-Endlager auch zusammen mit einem anderen Staat betreiben können und somit nicht zwangsläufig ein Lager auf eigenem Territorium bauen müssen. Eine Lösung, die beispielsweise in Deutschland die kontroverse Diskussion um den Standort für eine atomare Lagerstätte beenden könnte. Gegner dieser Lösung fürchten allerdings, dass dies zu Lasten der Bevölkerung ärmerer EU-Länder geht, die eine Einlagerung von Atommüll als Geschäftsmodell sehen könnten. Sie fordern, dass der Müll dort entsorgt wird, wo er auch erzeugt wurde.
