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Fukushima: Stromanbieter Tepco stabilisiert Kühlung des AKW
Fukushima: Stromanbieter Tepco stabilisiert Kühlung des AKW20.07.2011, 19:59 Uhr
Nach mehr als vier Monaten scheint es dem Betreiber des zerstörten japanischen Atomkraftwerks in Fukushima endlich gelungen zu sein, die Kühlung der Anlage zu stabilisieren. Dies teilte die Regierung am Dienstag in Tokio mit.Stromanbieter arbeitet an kalter AbschaltungDer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge sei damit der Weg bereitet, die nächste Stufe bei der Bewältigung der Reaktorkatastrophe zu erklimmen. Der Plan sieht vor, dass der Stromanbieter den havarierten Atomkomplex unter Kontrolle bringt und dann eine sogenannte kalte Abschaltung vornimmt. Tepco soll demnach bis zum Januar die endgültige Kontrolle über das Atomkraftwerk zurückgewonnen haben. Im März war nach dem verheerenden Erdbeben eine Flutwelle über das Atomkraftwerk hereingebrochen, was in der Folge zu einem Ausfall der Kühlsysteme geführt hatte. Dadurch war es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze gekommen und große Mengen Radioaktivität wurden freigesetzt.
Radioaktivität in Fukushima stark zurückgegangen
In der unmittelbaren Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima konnte der Stromanbieter inzwischen einen Rückgang der Strahlenwerte vermelden. Die Regierung will außerdem Richtlinien erarbeiten, die eine langfristige Stabilisierung der Lage im AKW ermöglichen sollen. Laut Stromanbieter Tepco hat sich der Austritt radioaktiver Strahlung im Vergleich zum Atomunfall im März um den Faktor zwei Millionen reduziert. Von einer Entwarnung kann allerdings noch lange nicht gesprochen werden.
