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Stromanbieter EnBW verhandelt offenbar mit Novatek
Stromanbieter EnBW verhandelt offenbar mit Novatek20.07.2011, 21:51 Uhr
Aus informierten Unternehmenskreisen verlautet, dass die Verhandlungen zwischen dem deutschen Energiekonzern EnBW und dem russischen Gasproduzenten Novatek offenbar schon weit fortgeschritten sind.Stromanbieter will Gasgroßhändler-Anteile verkaufenMedienberichten zufolge haben die besagten gut unterrichteten Kreise die entsprechenden Berichte im Handelsblatt bestätigt, nach denen der Gas- und Stromanbieter EnBW bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem russischen Unternehmen steht. Dabei geht es um eine umfassende Kooperation im Gasgeschäft. Novatek gilt als der größte unabhängige Gasproduzent Russlands. Hierfür will EnBW sich offenbar von bis zu einem Viertel seines 48-Prozent-Anteils am Leipziger Gasgroßhändler Verbundnetz Gas (VNG) trennen und an Novatek verkaufen. Im Gegenzug soll EnBW in den Genuss günstiger Gaslieferungen kommen.
Günstigere Gaspreise Voraussetzung für neue Gaskraftwerke
Solche günstigeren Konditionen für Gas gelten als Voraussetzung für ein Engagement deutscher Stromanbieter beim Neubau von Gaskraftwerken, die im Zuge des Atomausstiegs die Kapazitäten der abgeschalteten Atomkraftwerke übernehmen sollen, bis die erneuerbaren Energien entsprechend weit ausgebaut sind. Aufgrund der hohen Investitionen und der teuren Gaspreise am Beschaffungsmarkt schrecken die großen Energiekonzerne aber derzeit noch vor dem Bau neuer Kraftwerke zurück. Umgekehrt suchen Gasproduzenten wie Novatek und Gazprom Zugang zum deutschen Strommarkt, um auf diese Weise vom Atomausstieg zu profitieren.
