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Stromanbieter E.ON findet Auflagen für Offshore-Windparks zu streng
Stromanbieter E.ON findet Auflagen für Offshore-Windparks zu streng21.07.2011, 13:38 Uhr
Über die schwierigen Bedingungen für Investoren beim Bau von Offshore-Windparks in deutschen Küstengewässern hat sich der Chef von E.ON beschwert.Windkraftanlagen dichter an der deutschen Küste bauen?Der Chef des größten deutschen Energiekonzerns, Johannes Teyssen, hat die scharfen Bedingungen für den Bau von Offshore-Windkraftanlagen in Deutschland kritisiert. Um das unter Naturschutz stehende Wattenmeer zu bewahren, dürfen Windräder hierzulande nicht dicht an der Küste errichtet werden. Teyssen wies in einem Interview mit dem Managermagazin darauf hin, dass es in Ländern wie Großbritannien oder Dänemark sehr viel einfacher sei, küstennahe Windparks zu errichten. Sollte Deutschland seine Praxis hier nicht ändern, werde es noch sehr lange dauern, bis man beim Thema Offshore durchstarten könne, so der Lenker des Stromanbieters.
Windräder in Küstennähe verursachen weniger Kosten
Ferner stellte er die Frage, ob die Errichtung von Windrädern in Küstennähe tatsächlich so dramatisch wäre. Der Zugang zur Nordsee ist für Deutschland von vielen Flachwassergebieten geprägt. Die Aufstellung von Windrädern ist dort neben den Gründen für den Schutz des Wattenmeers auch aus praktischen Erwägungen nicht erlaubt. Schifffahrtswege verlaufen entlang eng begrenzter Fahrrinnen und Fischer fürchten um ihre Fanggebiete. Die Errichtung von Offshore-Windparks in tiefen Gewässern ist für die Stromanbieter indes sehr viel aufwändiger und teurer, weswegen solche Investitionen bislang meist im europäischen Ausland getätigt werden.
