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Weiter Widerstand gegen Kohlekraftwerk Staudinger

Weiter Widerstand gegen Kohlekraftwerk Staudinger21.07.2011, 20:25 Uhr

Zu einem der größten Kraftwerke seiner Art weltweit soll „der Staudinger“ nach dem Willen des Betreibers, dem Stromanbieter E.ON, werden. Ein Teil der Anwohner will sich auch angesichts des Atomausstiegs nicht umstimmen lassen.Stromanbieter soll Block 6 nicht bauen
Für die Gegner des Kohlekraftwerks Staudinger bei Großkrotzenburg (Hessen), die sich in den umliegenden Gemeinden formiert haben, dürfte der Atomausstieg keine besonders gute Nachricht gewesen sein. Denn dass man nun auf zusätzliche Kapazitäten zur Stromerzeugung verzichten könnte, wie sie der Neubau von Block 6 schafft, scheint eher unwahrscheinlich. So sieht das nicht nur die Bundesnetzagentur, die derzeit händeringend nach Kapazitäten sucht, um Engpässe nach dem Atomausstieg zu verhindern, sondern auch der hessische Ministerpräsident Bouffier (CDU). Dem wirft die SPD in der Gemeinde Hainburg – wo der Protest gegen Staudinger quasi seinen Ursprung hat – nun eine „Salamitaktik“ vor. Er ignoriere den Willen von 30.000 Ausbaugegnern, die ihre Unterschrift geleistet hätten.

Atomausstieg mit „Dagegen“ nicht zu schaffen
Nicht geleistet haben bisher die Ausbaugegner von Staudinger bei der Frage, woher in Zukunft der benötigte Strom kommen soll. Zwar erklären sie vehement, dass ein Bau von Block 6 sich gar nicht lohne, weil der angesichts der Energiewende langfristig nicht ausgelastet sein werde, doch wie bei den meisten Bürgerinitiativen geht man nach dem Floriansprinzip vor, dass das eigene Haus verschont bleiben möge. Hier keine Kohlekraftwerke, dort keine Windräder, und Stromtrassen will überhaupt niemand. Mit dieser Haltung aber den Atomausstieg zu schaffen, ist schlicht unmöglich, wie auch zumindest die Landes-SPD einsieht. Deren Chef Thorsten Schäfer-Gümbel unterstützt zwar den Ausbau von Staudinger nicht, doch sehe er die Kohlekraftwerke als notwendige Brückentechnologie. Umgekehrt fällt auf, dass die Ortsverbände der CDU in den Anwohnergemeinden ebenfalls in den Chor der Gegner einstimmen.



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