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Atommüll in Gorleben: FDP fordert Ende der Erkundung
Atommüll in Gorleben: FDP fordert Ende der Erkundung22.07.2011, 19:37 Uhr
Ein Endlager für Atommüll existiert trotz jahrzehntelanger Suche noch immer nicht. Dies soll sich nach dem Willen der Bundesregierung nun rasch ändern, zumal die EU eine kurzfristige Lösung vorschreibt. Die FDP plädiert für ein Ende der Erkundung in Gorleben.Endlager soll noch 2011 gefunden werdenBis 2015 muss jedes EU-Land, das Atomkraftwerke betreibt, ein geeignetes Endlager für Atommüll vorweisen können. Diesen Beschluss fasste die EU-Kommission erst vor wenigen Tagen. Deutschland will diese Frage dem Umweltministerium zufolge noch in diesem Jahr angehen und lösen. Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Rülke möchte die Erkundungsarbeiten in Gorleben (Niedersachsen) endlich beenden und Tatsachen schaffen. Sollte der Salzstock dort als Endlager geeignet sein, müsse die Suche beendet werden und der Atommüll dort eingelagert werden, zumal sehr viel Geld in diese Erkundung investiert worden sei.
FDP will keinen Atommüll in Baden-Württemberg
Im Falle einer Nichteignung von Gorleben schließt die FDP ein atomares Endlager in seinem Bundesland allerdings aus. Die Gesteinsformationen dort eigneten sich aus wissenschaftlicher Sicht eher nicht für die Einlagerung von Atommüll, so der FDP-Experte Glück. Außerdem befinde man sich im Südwesten Deutschlands in dem Gebiet, in dem die meisten Erdbeben verzeichnet würden. Der baden-württembergische Umweltminister Untersteller (Grüne) möchte hingegen keine Vorfestlegung, da sich damit nur die gesellschaftliche Akzeptanz einer Lösung beim Endlager für Atommüll verringere. Er befürwortet allerdings wie die FDP die Erstellung eines klaren Anforderungskataloges für zukünftige Endlager.
