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IAEA-Chef besucht Atomkraftwerk Fukushima
IAEA-Chef besucht Atomkraftwerk Fukushima25.07.2011, 17:02 Uhr
Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat erstmals das Atomkraftwerk in Fukushima besucht, um sich ein Bild über das Ausmaß der Katastrophe zu verschaffen.Stromanbieter führt IAEA-Chef zur AKW-BesichtigungWie Amano im Vorfeld mitteilte, wollte er sich bei dem heutigen Besuch in Fukushima selbst aus erster Hand über die Zustände in dem zerstörten Atomkraftwerk informieren. Er kündigte an, einen Schutzanzug anzuziehen und sich so weit wie irgend möglich ins Innere der havarierten Anlage begeben zu wollen. Hierbei wurde er von Vertretern des Betreibers Tepco betreut. Der japanische Stromanbieter hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass die Kühlsysteme der Atomreaktoren wieder unter Kontrolle seien. Ein Versagen der Kühlung hatte nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März zur Kernschmelze in mehreren Kraftwerksteilen geführt, wobei große Mengen Radioaktivität die gesamte Region um Fukushima verseucht haben.
Stromanbieter wird Jahrzehnte zahlen müssen
Die Folgen des Atomunfalls von Fukushima sind nach wie vor nicht abzusehen. Zwar ist die radioaktive Belastung rund um das Kraftwerk inzwischen deutlich zurückgegangen, wie der Stromanbieter Tepco erklärte. Doch Berichte über verstrahltes Grundwasser oder belastetes Rindfleisch lassen die Bevölkerung daran zweifeln, dass die Regierung tatsächlich die Auswirkungen der Katastrophe beherrschen kann. Die finanziellen Folgen werden unterdessen mit immer höheren Zahlen beziffert. Alleine die Entschädigungen im Gesundheitsbereich lassen sich Experten zufolge kaum absehen. Der verantwortliche Stromanbieter wird demzufolge noch auf Jahrzehnte hinaus Zahlungen leisten müssen.
