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BUND: Atomausstieg besteht Praxistest
BUND: Atomausstieg besteht Praxistest25.07.2011, 21:54 Uhr
In der kommenden Ausgabe der verbandseigenen Zeitschrift berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) über eine erste Zwischenbilanz beim Atomausstieg. Das Fazit: Bisher läuft alles gut.Atomausstieg hat Stromversorgung nicht geschadetIm neuen BUNDmagazin, das im August erscheinen wird, berichtet die Umweltschutzorganisation über erste Analysen hinsichtlich der vergangenen Monate, in denen ein großer Teil der Atomkraftwerke quasi von heute auf morgen abgeschaltet wurde. Dass dies ohne große Schwierigkeiten möglich war, ist für den BUND ein Hinweis darauf, dass der Atomausstieg auch deutlich vor 2022 durchgeführt werden könnte. Der BUND-Experte Thorben Becker sagte in einem Vorab-Interview auf der BUND-Webseite (www.bund.net), dass die letzten Monate ein Praxistest für den Atomausstieg gewesen seien. Zeitweise seien sogar nur vier Atomkraftwerke am Netz gewesen, was der Stromversorgung offenbar nicht geschadet habe.
Höhere Strompreise nur Peanuts?
Obwohl die Stromimporte in diesem Zeitraum leicht zugenommen hätten, seien die fossilen Kraftwerke nicht stärker ausgelastet gewesen, erläuterte der Experte weiter. Demnach sei zu erkennen, dass der Strom aus dem Ausland nur deswegen importiert wurde, weil dies billiger war als die fossilen Kraftwerke in Deutschland stärker zu belasten, so Becker weiter. Daraus ergebe sich, dass es bei der Stromerzeugung noch ungenutzte Reserven gebe. Die Behauptung, dass ausländische Stromimporte grundsätzlich aus Atomkraftwerken kämen, sei unbewiesen, fügte er hinzu. Der Großteil des importierten Stroms stamme aus fossilen Quellen. Die befürchteten Strompreiserhöhungen seien auch noch nicht abzusehen. Immerhin seien die Strompreise seit Fukushima recht stabil geblieben und die Tarife hätten auch ohne Atomausstieg in den vergangenen Jahren stark geschwankt. Unter dem Strich hält der BUND die Mehrkosten für den Atomausstieg für nicht schlimmer als die berühmten Peanuts.
