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Strompreise: Studie erwartet starken Anstieg der EEG-Umlage

Strompreise: Studie erwartet starken Anstieg der EEG-Umlage27.07.2011, 14:13 Uhr

Der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energie) widerspricht Berechnungen, denen zufolge die Energiewende höhere Strompreise zur Folge haben muss und tut sie als Sommerloch-Phänomen ab. Doch ist es wirklich so einfach?Studie: Strompreise durch höhere EEG-Umlage belastet
Erst gestern berichteten wir über die Mitteilung des BEE, die darzulegen versuchte, warum die Wirtschaft von der Energiewende profitieren kann. Ein Grund für die deutlichen Worte in dieser Pressemitteilung ist eine Studie der TU Berlin, die im Auftrag der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt wurde. Hierin ist die Rede von einer Steigerung der EEG-Umlage, welche die Strompreise weiter nach oben klettern lassen werde. Der BEE hält diese Berechnungen schlicht für „unseriös“. Die Studie beziffert die Kosten der Energiewende in den nächsten zwanzig Jahren auf insgesamt 335 Milliarden Euro. Dabei stützt sie sich auf die Vorgaben der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf 35 Prozent auszubauen (bzw. bis 2030 auf 50 Prozent). Zudem fließt die aktuelle Neufassung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ein, die zu einem Anstieg der EEG-Umlage führen werde, so die Studie.

Wirtschaftsverband: Hohe Strompreise gefährlich für Industrie
Besagte EEG-Umlage wird von den Stromanbietern fast immer auf die Strompreise für Endverbraucher aufgeschlagen und beträgt derzeit 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Nach den Berechnungen der Technischen Universität Berlin könnte die Umlage bis 2025 auf sechs Cent steigen. Besonders der bevorstehende Ausbau von Windkraftanlagen und der Photovoltaik führe zu erheblichen Mehrkosten durch die Regelungen des EEG. Hinzu kommen rund 40 Milliarden Euro für den Ausbau der Stromnetze. Der vbw nahm die Studie zum Anlass, vor den Auswirkungen noch höherer Strompreise auf die Industrie zu warnen. Der BEE hatte solche Modelle als „isolierte Hochrechnungen“ zurückgewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass der Ökostrom auch zahlreiche belebende Faktoren für die Wirtschaft habe, die gegengerechnet werden sollten.

Siehe auch: Der BEE hält Kostenschätzungen für unseriös



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