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Druckfehler: Strompreise steigen um bis zu 15.000 Euro pro Jahr
Druckfehler: Strompreise steigen um bis zu 15.000 Euro pro Jahr28.07.2011, 19:10 Uhr
Einen derartigen Schreck hatten Kunden der Energie- und Wasserversorgung Jülich zu verkraften. Zwar erhöht der kommunale Stromanbieter tatsächlich die Strompreise, doch wird es nicht ganz so schlimm, wie es zunächst aussah.Verrechnungspreis plötzlich pro Kilowattstunde berechnetWie die Aachener Zeitung berichtet, hatten die Kunden der EWV ein Schreiben über den Anstieg der Strompreise zum 1. September wegen gestiegener Netznutzungsentgelte erhalten. Bei einem Teil der Betroffenen hatte sich ein kleiner, aber folgenreicher Druckfehler eingeschlichen. Der Verrechnungspreis, der bislang immer pro Monat berechnet wurde, sollte laut der Aufstellung in dem Schreiben nunmehr pro Kilowattstunde gelten. Bei einem Verrechnungspreis von 3,57 Euro (brutto) hätte dies zu Beträgen von 15.000 Euro und mehr im Jahr geführt. Dass es sich dabei um einen Fehler handelte, war offensichtlich, doch eine Bestätigung dafür wollte der Stromanbieter zunächst nicht geben.
Stromanbieter bedauert den Druckfehler
Gerade die Reaktion der Telefon-Hotline verunsicherte und verärgerte einige Kunden der EWV. Man könne den Kunden den Druckfehler nicht schriftlich bestätigen, so die Antwort am Telefon. Daraufhin wollten die betroffenen Kunden ihre Verträge kündigen, da die alten Strompreise durch die neue Mitteilung hinfällig geworden seien. Inzwischen hat der Stromanbieter Entwarnung gegeben. Eine Sprecherin entschuldigte sich für den Druckfehler und die Auskunft der Hotline. Selbstverständlich werde niemand den Verrechnungspreis pro Kilowattstunde zahlen müssen; er werde nach wie vor pro Monat berechnet, versicherte die EWV. Die Mitarbeiter im Callcenter seien angewiesen, dies auch so zu kommunizieren. Ein neues, korrigiertes Schreiben werde es hingegen nicht geben.
