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Energiekrise auf Zypern wirkt sich auf Wirtschaft aus
Energiekrise auf Zypern wirkt sich auf Wirtschaft aus29.07.2011, 14:32 Uhr
Am 11. Juli explodierte eine beschlagnahmte Ladung iranischer Waffen in einem Marinestützpunkt auf Zypern. 13 Menschen starben, das wichtigste Kraftwerk wurde ebenfalls beschädigt. Seitdem befindet sich das kleine Land in einer Energiekrise, die nun zu einer Wirtschaftskrise anwächst.Stromausfälle und gigantischer SchadenNach der verheerenden Explosion, die auch das wichtigste Kraftwerk Zyperns zu großen Teilen zerstört hatte, kam es zu Stromausfällen in weiten Teilen der Insel. Nach wie vor fehlt die Kapazität des Kraftwerks, dessen Reparatur sicher noch einige Zeit dauern wird wenn nicht sogar ein Neubau erforderlich wird. Obwohl es zeitweise Stromlieferungen aus dem Norden der geteilten Insel gibt, ist die Energiekrise auf Zypern allgegenwärtig. Nicht nur das die Folgekosten des Unglücks werden auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Bei einer kleinen Volkswirtschaft, deren Wirtschaftsleistung jährlich insgesamt nur etwa 17 Milliarden beträgt, ein gigantischer Schaden.
Energiekrise wird zur Finanzkrise
Proteste in der Öffentlichkeit haben inzwischen auch zum Rücktritt mehrerer Minister geführt. Die Stromausfälle sind aber noch das geringste Problem der Menschen, denn eine gewaltige Wirtschaftskrise scheint nun unausweichlich zu sein. Zypern ist eng mit dem Bankensystem Griechenlands verbunden und leidet ohnehin bereits unter dessen Problemen. Durch die fortgesetzte Energiekrise wurde Zypern nun von der Ratingagentur Moody´s herabgestuft. Beobachter fürchten, dass auch der Inselstaat bald Hilfe durch den EU-Rettungsschirm benötigt. Die Regierung widerspricht dieser Einschätzung. Der Regierungssprecher verwies am Donnerstag darauf, dass Zypern seinen Finanzierungsbedarf bis Jahresende gesichert habe. Ob das auch für den Strombedarf gilt, kann indes bezweifelt werden.
