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Energiewende: Große Stromanbieter müssen sich umstellen
Energiewende: Große Stromanbieter müssen sich umstellen29.07.2011, 16:51 Uhr
Die Energiewende kam für alle überraschend vor allem aber wohl für die großen Stromkonzerne, die sich noch wenige Wochen zuvor über die Laufzeitverlängerung ihrer Atomkraftwerke freuen konnten.Stromanbieter verlieren MilchküheDas Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hält die vier großen Stromanbieter für die Verlierer der Energiewende. Nach den Worten des RWI-Experten Manuel Frondel verlieren sie quasi ihre Milchkühe und sollen diese durch weniger ertragreiche Ziegen ersetzen. Mit diesem Bild beschreibt Frondel laut unserem Partnerportal Verivox.de die Herausforderung, auf die Atomkraftwerke zugunsten der erneuerbaren Energien und fossiler Kraftwerke zu verzichten. Dies führe nicht nur zu Einbußen, sondern erfordere auch extreme Investitionen in neue Energiequellen und Stromnetze, so der RWI weiter.
Höhere Strompreise durch Atomausstieg wahrscheinlich
Auch der Analyst der Deutschen Bank, Josef Auer, sieht dies ähnlich. Die großen Stromanbieter hätten sich stets auf ihre lukrativen Atomkraftwerke verlassen. Noch vor einem halben Jahr sah es auch so aus, als ob die Regierung ihnen den Gefallen tut. Mit dem plötzlichen Atomausstieg hat die Politik Auer zufolge einen Zickzack-Kurs gefahren, der quasi über Nacht eine lukrative Investition in einen Verlust verwandelt habe. Obwohl die Stromanbieter nun auch juristisch gegen die Brennelementesteuer vorgehen, glaubt Auer nicht, dass die Energiewende ohne das Know-how und die Erfahrung der Energiekonzerne über die Bühne gehen kann. Die höheren Kosten für weniger ertragreiche Investitionen würden wahrscheinlich aber zu höheren Strompreisen führen, so Auer weiter.
