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Strompreise: Kartellamt sieht Probleme für Wettbewerb
Strompreise: Kartellamt sieht Probleme für Wettbewerb01.08.2011, 21:47 Uhr
Die Energiewende könnte zu Einschränkungen im Wettbewerb zwischen den Energieversorgern führen, befürchtet das Bundeskartellamt. Auch die Strompreise könnten stark ansteigen.Anstieg der Strompreise für Kartellamt wahrscheinlichDas Bundeskartellamt hält den raschen Atomausstieg für übereilt. Dies meint jedenfalls der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Ende vergangener Woche erklärte er vor Journalisten, dass er auch mit einer Erhöhung der Strompreise rechnet. Auf die Höhe der möglichen Preissteigerungen wollte er allerdings nicht eingehen. Der Markt spreche in dieser Hinsicht aber eine deutliche Sprache, so Mundt unter Bezugnahme auf die gestiegenen Großhandelspreise für Strom. Das Angebot sei durch die Abschaltung von acht Atomkraftwerken drastisch verknappt worden, was sich auch auf die Strompreise und den Wettbewerb insgesamt auswirken werde.
Wettbewerbsnachteile durch Atomausstieg?
Anders als viele Beobachter hält der Chef des Bundeskartellamts es sogar für möglich, dass die Marktmacht der vier großen Stromanbieter durch den Atomausstieg noch zunehmen könnte. Zumindest kurzfristig sei dies durch die rapide Verknappung von Strom zu befürchten, da die Lücken vorerst nicht durch andere Wettbewerber aufgefangen werden könnten. Im Sinne der Marktwirtschaft sei es auch nicht förderlich, dass die Energiewende übermäßig staatlich reguliert werde. Mittel- und langfristig könnte der Wettbewerb sich allerdings positiv entwickeln, falls sich neue Stromanbieter etablieren könnten, welche die erneuerbaren Energien und die dezentrale Stromerzeugung voranbringen.
