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Stromanbieter EnBW erwägt Personalabbau
Stromanbieter EnBW erwägt Personalabbau01.08.2011, 22:04 Uhr
Nach dem schlechten Halbjahresergebnis scheint die Führungsspitze von EnBW auch über den Abbau von Personal nachzudenken.Stromanbieter muss sparenAm Montag sagte ein Sprecher von EnBW, dass der Stromanbieter im Rahmen des angestrebten Sparprogramms auch Personalmaßnahmen in Erwägung ziehe. Bei der Größenordnung, um die es gehe, sei dies einfach nicht zu vermeiden. Vergangene Woche hatte das Unternehmen Einbußen von 590 Millionen Euro im vergangenen halben Jahr bekanntgegeben, die zum Großteil auf die Folgen des Atomausstiegs und die Kosten für die Brennelementesteuer zurückzuführen seien. Effizienzsteigerung und Kostensenkung müssten daher stärker vorangetrieben werden. In jedem Falle betrachte man einen möglichen Personalabbau allerdings als ultima ratio, so der Sprecher weiter. Zunächst sollten alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft werden.
Baden-Württemberg will nicht noch mehr zahlen
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte zuvor die Forderungen von EnBW-Chef Villis nach einer Kapitalerhöhung zurückgewiesen. Das Land will keine weiteren Steuergelder in den Stromanbieter stecken, der Ende vergangenen Jahres durch die Vorgängerregierung übernommen worden war. Ob EnBW mit den Überlegungen zum Personalabbau auch Druck auf die Politik ausüben möchte, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Situation des Energiekonzerns sich im vergangenen Jahr stark verändert hat.
