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Kernenergie: Großbritannien schließt Wiederaufbereitungsanlage Sellafield
Kernenergie: Großbritannien schließt Wiederaufbereitungsanlage Sellafield04.08.2011, 14:46 Uhr
Nach dem Atomunglück im japanischen Fukushima hat man auch in Großbritannien über die Risiken von Atomanlagen nachgedacht. Hinsichtlich der Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield ist man zu dem Ergebnis gekommen, die Einrichtung zu schließen.Fukushima hat Risikobewertung verändertWie die britischen Atombehörden erklären, werde die Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield demnächst stillgelegt. Die Risikobewertung habe sich nach der Katastrophe von Fukushima verändert, so die Begründung der für die nuklearen Abfälle zuständige Behörde NDA. In letzter Zeit waren in Sellafield nur noch Aufträge aus Japan abgewickelt worden. Auch das zerstörte Atomkraftwerk in Fukushima gehörte zu den Kunden der Wiederaufbereitungsanlage, in der plutoniumhaltige Brennelemente hergestellt werden.
Gewerkschaften fürchten um Jobs in Sellafield
Die britischen Gewerkschaften sind von der Schließung der Atomanlage nicht begeistert, da dieser Schritt nach Angaben der Behörde rund 600 Arbeitsplätze kosten wird. Vertreter der Gewerkschaften nannten die Entscheidung der Regierung kurzsichtig. Wiederaufbereitungsanlagen sollen abgebrannte Brennstäbe wieder recyclen. Theoretisch wäre dies zu einem hohen Prozentsatz möglich, in der Praxis wird jedoch durchschnittlich nur 1 Prozent der abgebrannten Brennstäbe tatsächlich wieder in Atomkraftwerken verwendet. Der Rest wandert zumeist in Lagerstätten für atomare Abfälle.
