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Kalkar: Ehemaliges Atomkraftwerk wird mit Ökostrom versorgt
Kalkar: Ehemaliges Atomkraftwerk wird mit Ökostrom versorgt04.08.2011, 18:59 Uhr
Der schnelle Brüter in Kalkar war lange Zeit ein Symbol für den Glauben an die Kernkraft bis das Projekt in den 90ern beendet wurde. Danach entstand in dem ehemaligen Atomkraftwerk ein Vergnügungspark.Kalkar soll Strom aus Flusskraftwerk beziehenIm Jahr 1995 kaufte der niederländische Unternehmer Hennie van der Most das AKW Kalkar, das als Schneller Brüter Geschichte schreiben sollte und doch nur als Investitionsgrab in die Geschichte einging. Der Holländer baute die gesamte Anlage um und schuf einen Vergnügungspark namens Wunderland. Zukünftig wird dieses Wunderland seinen Energiebedarf aus Ökostrom decken: Ein neuartiges Flusskraftwerk soll im Rhein schwimmen und die Strömung zur Stromerzeugung nutzen. Die Stadtverwaltung findet das Projekt interessant und steht ihm aufgeschlossen gegenüber. Initiiert wurde das Kraftwerksprojekt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden in Kalkar, Reinkens. Er kam auf die Idee, als er ein vergleichbares Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt auf der Elbe sah. Da ihm bekannt war, dass das Wunderland seine Stromrechnung senken möchte, schlug er dem Betreiber des Parks die Alternative vor.
Hohe Strompreise machen Projekt für Wunderland attraktiv
Besonders die hohen Strompreise und das Atomunglück von Fukushima haben den Geschäftsführer des Parks, Han Groot Obbink, davon überzeugt, Ökostrom zu bevorzugen. Das Flusskraftwerk ist dabei nur ein Teil des Gesamtprojekts für einen kompletten Bioenergiepark, der Windenergie, Solarstrom und Biogas nutzen soll. Bis zur geplanten Inbetriebnahme müssen aber noch einige Probleme gelöst werden. Das Flusskraftwerk muss an einem idealen Standort eingesetzt werden, an dem sowohl der Verkehr auf dem Rhein als auch die Strömungsverhältnisse die Stromerzeugung nicht behindern. Mit der Serienreife der Systeme wird bis Ende 2012 gerechnet.
