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Stromanbieter: Streit um Nachfolger bei RWE?
Stromanbieter: Streit um Nachfolger bei RWE?05.08.2011, 18:07 Uhr
Offenbar sind die kommunalen Aktionäre nicht begeistert von der Absicht des Aufsichtsratschefs, den Niederländer Peter Terium zum Nachfolger von Konzernchef Jürgen Großmann zu machen.Kommunen wollen anderen Nachfolger für den StromanbieterDas Handelsblatt berichtete am Freitag über Unstimmigkeiten beim Stromanbieter RWE. In den letzten Tagen häuften sich die Berichte über die Nachfolgeregelung für den Vorstandsvorsitzenden Großmann. Gestern überraschte dann der Aufsichtsratschef Schneider mit der Ankündigung, dass der Chef des niederländischen Versorgers Essent, Peter Terium, die Nachfolge von Großmann antreten solle. Essent ist eine Tochterfirma von RWE. Die Kommunen favorisieren hingegen das Vorstandsmitglied Rolf Martin Schmitz, der für das operative Geschäft verantwortlich ist. Die kommunalen Aktionäre halten rund 20 Prozent am RWE-Konzern.
Noch ist Zeit, den Stromanbieter zu einen
Dem Bericht zufolge erwägen die Kommunen nun, eine Kampfabstimmung durchführen zu lassen und ihren Kandidaten gegen Terium aufzustellen. Am Sonntag treffen sich die Mitglieder des Aufsichtsrats-Präsidiums. Hier wäre dann die letzte Möglichkeit für Schneider, die Situation zu klären und Einigkeit beim Stromanbieter herzustellen. Die Arbeitnehmervertretung will nach Auskunft von Verdi-Chef Frank Bsirske noch abwarten, ob es gelingt, einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Gerüchten zufolge soll aber die Drohung bestehen, dass die Arbeitnehmervertreter ihre Stimme im Zweifel dem Kommunen-Kandidaten Schmitz geben, falls der Aufsichtsratschef keine gemeinsame Lösung für den Stromanbieter finden kann.
