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Stromanbieter: Strahlung in Fukushima möglicherweise sehr viel höher
Stromanbieter: Strahlung in Fukushima möglicherweise sehr viel höher05.08.2011, 20:53 Uhr
Der Betreiber des zerstörten Atomkraftwerks in Fukushima hat eingeräumt, dass die gemessenen Werte von zehn Sievert pro Stunde möglicherweise deutlich höher sind. Die Messgeräte können aber keine derart hohen Werte anzeigen.Messgeräte des Stromanbieters ungeeignet?Wie der Stromanbieter Tepco am Donnerstag mitteilte, sind die in Fukushima eingesetzten Messgeräte nicht in der Lage, mehr als zehn Sievert pro Stunde anzuzeigen. Da die Werte die Skala quasi gesprengt haben, ist es durchaus möglich, dass die Radioaktivität am zerstörten Atomkraftwerk noch um einiges höher ist, als bisher angenommern wurde. Anfang der Woche hatte der Stromanbieter an einer Rohrleitung zwischen den Blöcken 1 und 2 des Atomkraftwerks rund zehn Sievert pro Stunde gemessen. Dies war der bislang höchste gemessene Wert seit Beginn der Katastrophe im März.
Experten: Hohe Radioaktivität keine Überraschung
Experten zeigten sich unterdessen nicht überrascht von den hohen Strahlungswerten. Sie gehen sogar davon aus, dass die Werte noch deutlich höher liegen können. Der Stromanbieter führt die extrem hohe Strahlung an dem Rohr darauf zurück, dass hier zu Beginn der Katastrophe radioaktiver Dampf abgelassen wurde. Möglicherweise hätten sich dabei radioaktive Partikel im Rohr selbst abgelagert, weswegen die Strahlung dort nun so hoch sei, so das Unternehmen.
