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Atomausstieg: Die Grünen befürchten keine Versorgungslücke
Atomausstieg: Die Grünen befürchten keine Versorgungslücke09.08.2011, 14:43 Uhr
Einem Bericht der Frankfurter Rundschau zufolge halten die Grünen den Atomausstieg für relativ problemlos machbar. Durch den Neubau bereits geplanter und genehmigter fossiler Kraftwerke werde mehr Strom erzeugt als durch die Atomkraftwerke wegfalle.Keine Versorgungslücke durch Atomausstieg?Die Stilllegung der acht ältesten Atomkraftwerke ist nach Ansicht der Grünen unproblematisch für die Stromversorgung. Zu Engpässen werde es nicht kommen, zitiert die Frankfurter Rundschau am Dienstag den Energieexperten der Partei, Oliver Krischer. Er sprach davon, dass von einer Versorgungslücke keine Rede sein könne. Auch die Pläne der Bundesregierung, möglicherweise ein Atomkraftwerk als Kaltreserve zu behalten, seien hinfällig. Er begründete diese Sicht der Dinge mit einer Erhebung der Bundestagsfraktion der Grünen bei Stadtwerken und Stromanbietern, derzufolge momentan neun neue Gaskraftwerke im Bau oder bereits genehmigt seien.
Stromanbieter können Ausfälle mit fossilen Kraftwerken kompensieren
Hinzu kämen den Grünen zufolge die Kohlekraftwerke, die sich derzeit im Bau befänden. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe, auf die sich die Partei bezieht, könne man bis zum Jahr 2014 mit insgesamt 18 fossilen Kraftwerken rechnen, die eine Gesamtleistung von 13,25 Gigawatt Strom erzeugen würden. Die acht stillgelegten Atomkraftwerke erzeugten hingegen nur eine Leistung von 8,4 Gigawatt. Demnach hätten die Stromanbieter kein Problem bei der Aufrechterhaltung der Stromversorgung, so die Grünen weiter.
