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Fukushima: Milliardenverluste bei Stromanbieter Tepco
Fukushima: Milliardenverluste bei Stromanbieter Tepco09.08.2011, 16:32 Uhr
Auch im zweiten Quartal musste der Betreiber des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima erhebliche Verluste verbuchen. Der Niedergang des Energiekonzerns könnte sich auch auf die Entschädigungen der Betroffenen auswirken.Stromanbieter gibt Milliarden für Stabilisierung des AKW ausIn Tokio teilte der Stromanbieter am Dienstag die Ergebnisse für das zweite Quartal 2011 mit. Demnach beläuft sich der Nettoverlust auf 572 Milliarden Yen (entspricht 5,2 Milliarden Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die schlechten Zahlen ist die Atomkatastrophe im Atomkraftwerk von Fukushima, die derzeit noch unabsehbare Folgekosten für den Energiekonzern nach sich ziehen wird. Schon die bloße Stabilisierung der Situation an den zerstörten Reaktoren kostete den Konzern 105 Milliarden Yen. Weitere 398 Milliarden Yen wurden bislang als Entschädigungen für die betroffenen Bürger in der verstrahlten Region ausgezahlt.
Regierung erwartet Entschädigung durch Stromanbieter
Weiter negativ bemerkbar machte sich die gesunkene Nachfrage, weil die Regierung die Bürger mehr und mehr zum Stromsparen aufruft. Der Umsatz brach um 7,2 Prozent auf insgesamt 1,13 Billionen Yen ein. Was die Zahlen langfristig für den Stromanbieter bedeuten, ist noch nicht klar. Die japanische Regierung will auf jeden Fall durchsetzen, dass Tepco für sämtliche Schäden aus der Atomkatastrophe aufkommt. In der Zwischenzeit richtet sie allerdings einen Fonds aus Regierungsmitteln ein, damit die Betroffenen trotz der schlechten Finanzlage des Energiekonzerns nicht leer ausgehen. Auf lange Sicht erwartet man in Tokio jedoch, dass der Stromanbieter die Kosten begleicht.
