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Stromanbieter: Atomausstieg wird bei E.ON zum Jobausstieg

Stromanbieter: Atomausstieg wird bei E.ON zum Jobausstieg10.08.2011, 13:51 Uhr

Die Katze ist aus dem Sack: Deutschlands größter Energieversorger prüft den Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen weltweit – mehr als ein Zehntel der Gesamtbelegschaft. Die schlimmsten Befürchtungen der Arbeitnehmer werden damit noch übertroffen.Stromanbieter will bis zu 11.000 Jobs streichen
Nachdem sich der Stromanbieter in den letzten Tagen konsequent jede Äußerung zum möglichen Stellenabbau und Schließungen von Konzerntöchtern verkniffen hatte, kam heute bei der Vorlage des Halbjahresergebnisses das dicke Ende. Der Atomausstieg hat E.ON zufolge für einen gewaltigen Gewinneinbruch gesorgt. Auch die Brennelementesteuer trage daran eine Mitschuld, so der Konzern. Insgesamt sei der Gewinn bei E.ON im ersten Halbjahr um 45 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gefallen. Doch nicht nur der Atomausstieg macht sich bemerkbar, sondern auch die ungünstigen Gaslieferverträge und gesunkene Strompreise.

Einzelheiten gibt der Stromanbieter erst im Herbst bekannt
Als Konsequenz will der Stromanbieter einen strikten Sparkurs verfolgen und prüft daher den Abbau von weltweit bis zu 11.000 Arbeitsplätzen. Spekuliert wurde zuvor über den Wegfall von bis zu 10.000 Jobs. Damit scheint die Situation noch ernster zu sein als von vielen Arbeitnehmervertretern befürchtet. Wie viele Jobs in Deutschland betroffen sind, wollte E.ON indes noch nicht sagen. Entscheidungen hierzu sollen im Herbst fallen. Insgesamt beschäftigt der Energieversorger rund 85.000 Mitarbeiter in aller Welt. Die DIW-Expertin Claudia Kemfert erklärte im ZDF, dass E.ON schon lange an einem Sparkurs feile und dieser sicher auch Sinn mache. Ob dies jedoch über einen massiven Stellenabbau geschehen müsse, bleibe dahingestellt, so die Wirtschaftsexpertin.



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