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Strompreise: Studie erwartet Mehrkosten von über 30 Mrd. Euro
Strompreise: Studie erwartet Mehrkosten von über 30 Mrd. Euro10.08.2011, 15:31 Uhr
Eine Studie, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium erstellt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass durch den Atomausstieg auf die Verbraucher Mehrkosten von mehr als 30 Milliarden Euro bis 2030 zukommen werden.Studie: Strompreise werden für alle Kundengruppen steigenWie das Handelsblatt schreibt, hat die Studie ermittelt, dass sowohl für Privatkunden als auch für gewerbliche und Industriekunden höhere Strompreise durch den Atomausstieg anfallen werden. Bis zum Jahr 2030 könnten sich diese Mehrkosten dem Bericht zufolge auf bis zu 32 Milliarden Euro summieren. Bezugsgröße sind die Stromtarife, die im Vergleich zu einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke im gleichen Zeitraum angefallen wären. Zudem werde der Atomausstieg auch zu verstärkten Stromimporten aus dem Ausland führen, da sich die Stromproduktion dorthin verlagere. Besonders heftig falle dem Gutachten zufolge der Anstieg der Strompreise für die stromintensive Industrie aus, so das Handelsblatt weiter.
Nur Zusatzkosten für Strompreise erfasst
Die Studie sieht den Betrag von 32 Milliarden Euro sogar nur als Untergrenze für die Kosten, die neben der höheren Strompreise durch weitere Nebenkosten des Atomausstiegs auf die Kunden zukommen werden. Solche Nebenkosten sind beispielsweise der Ausbau der erneuerbaren Energien oder auch der beschleunigte Netzausbau. Sie wurden in die Studie ausdrücklich nicht miteinbezogen, so der Zeitungsbericht. Erstellt wurde sie vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln (EWI), dem Prognos-Institut sowie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS).
