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AKW Brokdorf: Stromanbieter erwägt Betrieb mit nur einem Trafo
AKW Brokdorf: Stromanbieter erwägt Betrieb mit nur einem Trafo10.08.2011, 17:31 Uhr
Nachdem sich das Atomkraftwerk Brokdorf vor einigen Tagen aufgrund eines Defektes in einem von zwei Transformatoren abgeschaltet hat, erwägt der Betreiber E.ON nun ein Wiederanfahren der Anlage mit nur einem Trafo.Stromanbieter muss defekten Transformator austauschenDie Transformatoren sind dafür verantwortlich, den im Atomkraftwerk erzeugten Strom auf 380 Kilovolt umzuwandeln, die für den weiteren Stromtransport in das Stromnetz notwendig sind. Die Ursache für den Ausfall des einen Transformators ist nach wie vor unklar, jedoch sei er so stark beschädigt, dass nur ein Austausch in Frage komme, so der Stromanbieter E.ON. Um das Atomkraftwerk möglichst schnell wieder ans Netz zu bringen, erwägt der Betreiber den Betrieb mit dem verbliebenen Trafo wieder aufzunehmen. Dies sei technisch kein Problem, da der zweite Transformator voll funktionsfähig sei, teilte der Energiekonzern am Mittwoch mit.
Atomaufsicht muss Stromanbieter grünes Licht geben
Ein Wiederanfahren werde allerdings nur im Einvernehmen mit der zuständigen Atomaufsicht von Schleswig-Holstein in Kiel stattfinden, betonte der Stromanbieter weiter. Theoretisch könne man den Reaktor mit halber Leistung und nur einem Transformator fahren. Ob dies auch umgesetzt werde, hänge von der Genehmigungsbehörde ab. Derzeit werde in Gesprächen mit der Atomaufsicht geklärt, ob das Atomkraftwerk unter diesen Voraussetzungen wieder ans Netz gehen könne.
