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Ökostrom: Grenzstreit um Windpark vor Borkum
Ökostrom: Grenzstreit um Windpark vor Borkum11.08.2011, 13:44 Uhr
Ein uralter Grenzstreit zwischen den Niederlanden und Deutschland sorgt für Ärger beim geplanten Windpark vor der Nordseeinsel Borkum. Gefährdet der Streit das ganze Projekt?Windräder auch auf niederländischem Gebiet?Die Niederlande sind über den Bau des geplanten Windparks vor der Insel Borkum verärgert, weil er nach ihrer Ansicht zum Teil auf niederländischem Gebiet liegen würde. Das Nachbarland beruft sich dabei auf eine Grenzziehung in der Mitte der Ems, die nach dem Zweiten Weltkrieg einseitig nach internationalen Regeln vorgenommen, aber nie von Deutschland anerkannt worden war. Die deutsche Regierung stellt sich indes auf den Standpunkt, dass der Grenzverlauf so ist, wie er auf einem 450 Jahre alten Dokument festgelegt wurde. Dieser uralte Grenzstreit wird nun durch den Bau der Windkraftanlagen neu aufgelegt.
Stromanbieter: Wir bauen in Deutschland
Die Bürger auf beiden Seiten der Grenze haben allerdings andere Probleme. Sie sind in erster Linie an den Arbeitsplätzen interessiert, die der Windpark bringen wird. Der Stromanbieter EWE, der den Windpark vor Borkum errichtet, will insgesamt 500 Millionen Euro investieren, von denen auch holländische Firmen profitieren. Die Arbeiten sollten längst angelaufen sein, doch wegen der Grenzkonflikte ist noch nichts passiert. Der Projektleiter des Stromanbieters, Wilfried Hube, betont, dass man eine deutsche Genehmigung habe und davon ausgehe, in Deutschland zu bauen. EWE habe sich ungeachtet des Streits klar für den Bau der Windräder entschieden. Derzeit verhandeln die beiden Außenministerien über den Grenzstreit; die nächste Runde soll im September stattfinden.
