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Stromanbieter E.ON will Zentrale in München schließen
Stromanbieter E.ON will Zentrale in München schließen11.08.2011, 15:16 Uhr
Die Tochtergesellschaft E.ON Energie in München soll ein Opfer des gestern bekannt gewordenen Sparprogramms werden, das Deutschlands größter Stromanbieter nach dem starken Gewinneinbruch verkündet hat.Arbeitnehmer vom Stromanbieter enttäuschtBesonders aufgeschreckt hat die Beschäftigten bei E.ON, dass der Stromanbieter nun auch keine betriebsbedingten Kündigungen am Standort München mehr ausschließt. Dies teilten Vertreter der Arbeitnehmerschaft nach einer entsprechenden Informationsveranstaltung am Mittwoch mit. Wie genau die Schließung der Zentrale von E.ON Energie in München vor sich gehen soll, ist derzeit noch ebenso unklar wie die Frage, was mit den 400 Beschäftigten geschehen wird. Gestern hatte der Stromanbieter sein Halbjahresergebnis vorgelegt, das von einem starken Gewinneinbruch gekennzeichnet ist. E.ON führt dies in erster Linie auf den Atomausstieg zurück und will nun auch bis zu 11.000 Arbeitsplätze in aller Welt streichen.
Muss der Stromanbieter wirklich Entlassungen vornehmen?
Schon vergangene Woche war München auf der Liste der Standorte aufgetaucht, die Gerüchten zufolge vom Stromanbieter geschlossen werden sollten. Nach den nun bekannt gewordenen Plänen will der Konzern die Tochtergesellschaft künftig von der Zentrale in Düsseldorf aus lenken. In einem Radiointerview mit dem Bayerischen Rundfunk äußerte ein Arbeitnehmervertreter Unverständnis für die Maßnahme. Ein Energiekonzern, der selbst nach einem Gewinneinbruch noch mehrere Milliarden Euro verdiene, müsse keine Arbeitnehmer entlassen, so die Einschätzung des Gewerkschaftlers.
