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Brüderle kritisiert Stromanbieter E.ON wegen Entlassungen
Brüderle kritisiert Stromanbieter E.ON wegen Entlassungen12.08.2011, 18:12 Uhr
Die Sparpläne des größten deutschen Energiekonzerns schlagen hohe Wellen. Gewerkschaften und Arbeitnehmer fühlen sich vor den Kopf gestoßen und erhalten Schützenhilfe von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle.Brüderle: Stromanbieter sollen Energiewende mitgestaltenDer ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat die Entscheidung des Energiekonzerns E.ON kritisiert, wegen des Atomausstiegs nun auf rund 11.000 Arbeitsplätze weltweit verzichten zu wollen. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte der Politiker, dass er es für zu kurz gegriffen halte, wenn der Stromanbieter die Streichungen mit dem Atomausstieg begründe. Den Energiekonzernen hätte von Beginn an bewusst sein müssen, dass es sich bei der Kernkraft lediglich um eine Brückentechnologie gehandelt habe. Er empfahl den großen Stromanbietern, sich der Zukunft zuzuwenden und die Energiewende mitzugestalten.
E.ON macht Ernst mit Sparplänen nach Atomausstieg
Anfang der Woche hatte der Stromanbieter E.ON seine Sparpläne zusammen mit dem Halbjahresergebnis bekannt gegeben, bei dem es erhebliche Einbußen durch den Atomausstieg zu verzeichnen gab. Von insgesamt etwa 85.000 Stellen sollen rund 11.000 in aller Welt wegfallen. Wie viele davon auf deutsche Standorte entfallen, ist noch nicht klar. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Zentrale der Münchner E.ON-Tochtergesellschaft komplett geschlossen werden soll. Betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen nicht länger ausschließen.
