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Gasanbieter: Zeitungsbericht über Zerschlagung von E.ON Ruhrgas
Gasanbieter: Zeitungsbericht über Zerschlagung von E.ON Ruhrgas15.08.2011, 13:34 Uhr
Nach der turbulenten Woche um die Zukunft von E.ON berichtet die Financial Times Deutschland über eine möglicherweise bevorstehende Zerschlagung der größten deutschen Ferngas-Gesellschaft E.ON Ruhrgas.E.ON Ruhrgas möglicherweise vor dem AusDem Bericht der FTD zufolge sucht der größte deutsche Energiekonzern einen Käufer für sein Gastransportnetz. Damit soll die Sparte Gashandel verkleinert und in die Einheit Energy Trading von E.ON eingegliedert werden. Der Bereich der Gasförderung hingegen würde an den Mutterkonzern selbst fallen. Um den Standort von E.ON Ruhrgas in Essen nicht schließen zu müssen, werde derzeit geprüft, ob andere Konzernteile dorthin verlegt werden könnten, so die Zeitung weiter. Der Gasanbieter selbst wollte sich nach Auskunft eines Sprechers noch nicht zu den Plänen äußern.
Gasanbieter E.ON weiter in der Kritik
Erst vergangene Woche hatte der Energiekonzern Aufsehen erregt mit seiner Absichtserklärung, konzernweit etwa 11.000 Arbeitsplätze in aller Welt zu streichen. Insgesamt beschäftigt der Strom- und Gasanbieter rund 85.000 Menschen. Die Konsequenzen für deutsche E.ON-Standorte sind noch nicht klar. Allerdings soll die Zentrale in München wohl geschlossen werden. Zudem schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen generell nicht aus, was bei der Arbeitnehmerschaft und Politik gleichermaßen auf scharfe Kritik stößt. Anlass für die Sparpläne ist E.ON zufolge der Atomausstieg, der für einen scharfen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr gesorgt habe. Gewerkschaften werfen dem Energiekonzern vor, dass trotz der Verluste noch Gewinne in Milliardenhöhe anfielen und Entlassungen daher unnötig seien.
