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Trotz Atomausstieg: Solarbranche schreibt schlechte Zahlen

Trotz Atomausstieg: Solarbranche schreibt schlechte Zahlen15.08.2011, 16:56 Uhr

Von der Energiewende sollte die Solarbranche eigentlich profitieren, doch momentan sieht es so aus, als ob billige Konkurrenten aus Fernost trotz hoher Solarförderung in Deutschland die Solarunternehmen stark unter Druck setzen.Gewinneinbrüche bei Solaranlagen
Nie zuvor wurden so viele Solaranlagen und Module für Photovoltaik produziert und verkauft wie heute. Durch den Atomausstieg wird der Bedarf für solche Anlagen sicher noch wachsen. Doch offenbar kann die deutsche Solarwirtschaft nur bedingt davon profitieren, denn die Produktion hierzulande kann preislich mit den Billigproduzenten aus China nicht mehr mithalten. Die von der Politik oft beschworene Jobmaschine Energiewende scheint – zumindest bei der Photovoltaik – keine zu sein. Eine Analyse der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) kommt sogar zu dem Ergebnis, dass die Solarbranche wesentlich weniger Arbeitsplätze geschaffen hat, als gemeinhin angenommen wird.

Weniger Arbeitsplätze durch Photovoltaik als angenommen
Statt der von der Solarwirtschaft stets propagierten mehr als 133.000 Arbeitsplätze liegen die tatsächlichen Zahlen laut HTW um mindestens 40 Prozent niedriger. Demnach gäbe es in der Solarbranche nur rund 80.000 Jobs. Davon entfallen 75 Prozent nicht auf das eigentliche Geschäft mit der Herstellung der Module und Solarzellen, sondern auf die installierenden Handwerksbetriebe, so die Studie weiter. Die unterschiedlichen Zahlenangaben erklären sich laut HTW so, dass die Solarbranche bei den 133.000 Beschäftigten auch solche Handwerksbetriebe mitgezählt habe, die nur gelegentlich eine Solaranlage montierten. In diesen Fällen könne nach Ansicht der HTW aber nicht wirklich von sicheren und langfristigen Arbeitsplätzen gesprochen werden.



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