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IG-Metall: Atomstrom macht Strompreise nicht billiger
IG-Metall: Atomstrom macht Strompreise nicht billiger15.08.2011, 20:42 Uhr
Die IG Metall kritisiert auf ihrer Webseite die nach ihrer Ansicht unverhältnismäßige Förderung von Atomstrom, die im Gegensatz zur Ökostromförderung nie auf die Strompreise aufgeschlagen wurde daher sei Atomstrom keineswegs billiger als die erneuerbaren Energien.Strompreise nicht fair berechnet?Angesichts des Atomausstiegs sei immer wieder die Rede davon, dass die Strompreise ohne die Atomkraftwerke deutlich steigen würden, so die IG Metall. Jedoch gebe es hier einen erheblichen Denkfehler. Seit den 50er Jahren seien in Deutschland mehr als 200 Milliarden Euro in die Erzeugung von Atomstrom gesteckt worden deutlich höhere Beträge als in jede andere Energieform, betont die Gewerkschaft. Diese Kosten würden aber bei der Berechnung der Strompreise nie miteinbezogen, da sie aus Steuergeldern stammten und im Gegensatz zum Ökostrom nicht auf die Stromtarife umgelegt worden seien.
Billiger Atomstrom eine Illusion?
Das Märchen vom billigen Atomstrom sei daher nicht weiter zu verantworten, so die IG Metall weiter. Sie betont, dass schon jetzt der Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen absolut konkurrenzfähig am Markt sein könnte, wenn die Strompreise fair berechnet würden. Hinzu komme, dass Kosten für Störfälle und Endlagerung von Atommüll von allen bezahlt würden. Im Falle der Entsorgung zahle die Allgemeinheit beispielsweise 80 Prozent der anfallenden Kosten, während die Gewinne der Atomkraftwerke zu 100 Prozent bei den Atomkonzernen verblieben. Die steuerliche Abschreibung insbesondere der älteren Atomkraftwerke habe den Weiterbetrieb zu einer Lizenz zum Gelddrucken für die Stromanbieter gemacht, meint die IG Metall.
