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Stromausfall tötet 117.000 Hühner in Sachsen-Anhalt
Stromausfall tötet 117.000 Hühner in Sachsen-Anhalt16.08.2011, 22:30 Uhr
Durch einen Stromausfall sind mehr als 117.000 Hühner in einer Mastanlage in Sachsen-Anhalt verendet. Kritik kommt von Naturschützern, denen zufolge dieses Tierdrama hätte verhindert werden können.Gewitter sorgte für Störungen beim StromanbieterOffenbar bereits am Samstag fiel der Strom in einer Mastanlage in Sachsen-Anhalt aus. Sechs Hallen des Betriebs blieben daraufhin ohne Belüftung, wodurch die Tiere qualvoll verendeten, so die Polizei Haldensleben. Eine Straftat sei allerdings ausgeschlossen. Der Schaden wird derzeit auf rund 350.000 Euro geschätzt. Ursache für den Stromausfall war offenbar ein Gewitter, das beim Stromanbieter E.ON Avacon für Störungen in einem Umspannwerk gesorgt hatte. In der Folge war dann der Strom für die Lüftungsanlage in dem Mastbetrieb für Hühner ausgefallen.
NABU: Stromausfall hätte nicht tödlich für die Hühner enden müssen
Naturschützer des NABU bemängeln, dass der Vorfall vermeidbar gewesen wäre, wenn die Sicherheit in dem Unternehmen nicht versagt hätte. Es sei unverständlich, warum ein so großer Stall nicht über eine Alarmanlage und einen Bereitschaftsdienst für das Wochenende verfüge, so die Geschäftsführerin des NABU Sachsen-Anhalt, Leipelt. Das von der Polizei eingeschaltete Veterinäramt und die Gewerbeaufsicht überprüfen nun, ob genügend Notstromaggregate in dem Unternehmen vorhanden und funktionsfähig waren, als der Stromausfall aufgetreten ist.
