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Niedersachsen: Geplante Stromtrasse weitgehend ohne Erdkabel
Niedersachsen: Geplante Stromtrasse weitgehend ohne Erdkabel18.08.2011, 21:30 Uhr
Die geplante Stromtrasse in Südniedersachsen wird nur zu einem Bruchteil unterirdisch verlaufen. Die Gegner der Leitungen sind verärgert und kündigen Widerstand an.Nur acht Kilometer der Stromtrasse unterirdischRund 230 Kilometer lang soll die neue Stromtrasse in Südniedersachsen werden. Vor einigen Tagen wurden nun die Details zur Planung vorgestellt. Ernüchterung machte sich bei den Bürgerinitiativen und Gegnern einer Überlandleitung breit, denn sie hatten auf die Verlegung von Erdkabeln in weiten Teilen der Streckenführung gehofft. Jetzt ist klar, dass nur etwa acht Kilometer unterirdisch verlegt werden sollen.
Pilotprojekt für Erdkabel
Landwirtschaftsminister Lindemann (CDU) stellte den Streckenverlauf der Trasse vor, auf der Erfahrungen für die Erdverkabelung von 380 Kilovolt-Leitungen gesammelt werden sollen. Laut Gesetz sind Erdkabel nur dann vorgeschrieben, wenn die Leitung dichter als 400 Meter an Wohnhäusern oder Schutzgebieten verläuft. Der Schutz der Bevölkerung sei durch die Trassenführung gewährleistet, so Lindemann. Ende 2015 sollen die Stromleitungen in Betrieb genommen werden. Der Einsatz von Erdkabeln verteuert den Netzausbau erheblich. Außerdem ist eine unterirdische Streckenführung oft noch komplizierter durchzusetzen, so die Kritiker der Erdverkabelung.
