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Ifo-Institut: Energiewende hat Wachstum im 2. Quartal gebremst
Ifo-Institut: Energiewende hat Wachstum im 2. Quartal gebremst22.08.2011, 13:28 Uhr
Die Prognosen, wie sich die Energiewende und der Atomausstieg auf die deutsche Wirtschaft auswirken werden, gehen teilweise stark auseinander. Langfristig erwarten die meisten Experten positive Effekte. Aber zumindest kurzfristig scheint das Wirtschaftswachstum unter der Energiewende zu leiden.Wachstum durch Atomausstieg gebremst?Wie das renommierte Ifo-Institut in München mitteilte, hat die Energiewende nach Einschätzung der dortigen Experten das Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik Deutschland im zweiten Quartal deutlich gedrückt. Dies berichtete die ARD am Wochenende unter Bezug auf ein Interview des Ifo-Konkunkturchefs Carstensen gegenüber der BILD-Zeitung. Dem Bericht zufolge hätte man ohne die Stilllegung der sieben Atomkraftwerke zwischen April und Ende Juni ein um 0,2 Prozent höheres Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwarten können, als es tatsächlich der Fall war.
Ifo: Keine Stagnation des Wirtschaftswachstums
Carstensens Einschätzung ist demnach, dass das Mini-Wachstum im zweiten Quartal keine Stagnation darstelle, sondern durch die Abschaltung der Atomkraftwerke hervorgerufen worden sei. Das BIP war im Vergleich zum ersten Quartal um nur noch 0,1 Prozent gewachsen, worüber sich die meisten Wirtschaftsexperten enttäuscht gezeigt hatten.
