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Fukushima bleibt vermutlich zunächst unbewohnbar
Fukushima bleibt vermutlich zunächst unbewohnbar22.08.2011, 18:23 Uhr
Die Gegend um das zerstörte Atomkraftwerk von Fukushima ist offenbar so stark radioaktiv belastet, dass das Sperrgebiet in Teilen auf Dauer unbewohnbar bleiben wird. Dies teilte die japanische Regierung mit.Bewohner können nicht in Häuser zurückWie der Regierungssprecher Edano in Tokio sagte, könne die Regierung nicht ausschließen, dass es in einigen Gegenden für lange Zeit schwer für die Bewohner sein dürfte, ihre Häuser wieder normal zu bewohnen. Damit räumt die japanische Führung erstmals ein, dass manche Gebiete auf Dauer unbewohnbar bleiben werden. Ministerpräsident Naoto Kan will die Betroffenen persönlich über diese Entwicklung in Kenntnis setzen, hieß es weiter. Derzeit ist eine Zone im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima gesperrt und darf nur mit staatlicher Genehmigung betreten werden.
Stromanbieter: Strahlung weiter gesunken
Der Betreiber der Anlage, der Stromanbieter Tepco, hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die beschädigten Reaktoren bis Januar wieder vollständig unter Kontrolle zu bringen. Jüngste Messungen hätten ergeben, dass die Radioaktivität im Umkreis des Kraftwerks weiter gesunken sei, so Tepco. Die Intensität der noch immer austretenden Strahlung habe sich in den vergangenen vier Wochen um 80 Prozent verringert. Waren es vor einem Monat noch rund eine Milliarde Bequerel pro Stunde, treten jetzt noch maximal 200 Millionen Bequerel stündlich aus, hieß es. Die japanische Regierung will vor einer endgültigen Entscheidung über eine dauerhafte Sperrzone weitere Messungen und Arbeiten zur Dekontaminierung abwarten. Außerdem sollen die betroffenen Gemeinden ein Mitspracherecht bekommen.
