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Staudinger: Solaranlage auf dem Kohlekraftwerk installiert
Staudinger: Solaranlage auf dem Kohlekraftwerk installiert23.08.2011, 18:49 Uhr
Eine ungewöhnliche Idee: Auf einem Verwaltungsgebäude des Kohlekraftwerks Staudinger bei Großkrotzenburg nahe Hanau (Hessen) wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Der Stromanbieter E.ON hat damit allerdings nichts zu tun.Stromanbieter nicht Urheber der Photovoltaik-AnlageInstalliert wurden die Solarzellen auf dem Gebäude im Auftrag einer Eigentümergemeinschaft, dem sogenannten Kraftwerksforum. Dieses setzt sich aus verschiedenen Interessenvertretern aus der Region zusammen, die seit 2007 mit dem Stromanbieter über den umstrittenen Ausbau des Kohlekraftwerks am Main diskutieren. Mit der Errichtung der Solaranlage auf dem Kraftwerksgelände wurde ein lange gewünschtes Projekt des Forums verwirklicht. Speziell die Photovoltaik werde noch sehr unterschätzt, wie der Kraftwerksleiter des Staudinger, Kaufhold, bei der Inbetriebnahme der Anlage erklärte. Überrascht war mancher Beobachter dabei von der Tatsache, dass der Leiter des Kohlekraftwerks ein echter Fan der erneuerbaren Energien zu sein scheint.
Kraftwerksforum setzt Zeichen für Ökostrom
Gleich darauf betonte der Kraftwerksleiter, dass es insbesondere angesichts des Atomausstiegs mittelfristig nicht ohne die Kohlekraftwerke gehe. Über den Block 6, der Anlass für viele Proteste gegen den Stromanbieter E.ON ist, wurde bei der Einweihung der Solaranlage allerdings nur sehr begrenzt gesprochen. Die Leistung der Anlage ist mit 40 Kilowatt eher gering, vor allem im Vergleich zur Gesamtleistung des Kohlekraftwerks. Dennoch wollte das Kraftwerksforum damit ein Zeichen für die erneuerbaren Energien setzen. Ursprünglich war eine größere Anlage geplant, doch gab es hier ein Problem bei der Suche nach geeigneten Standorten auf dem Gelände, weil die großen Kraftwerksbauten viele Schatten werfen und somit die Leistung mindern. Auch befürchteten die Fachleute Schäden an den Solarmodulen durch heißen Wasserdampf der Kühlanlagen des Kohlekraftwerks. Daher beschränkte man sich letztlich auf das Dach des Verwaltungsgebäudes.
