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FDP will Bürger auch unternehmerisch an Netzausbau beteiligen
FDP will Bürger auch unternehmerisch an Netzausbau beteiligen23.08.2011, 19:57 Uhr
Wenn bei Politikern davon die Rede ist, die Bürger beim Netzausbau zu beteiligen, ist dabei meist an Diskussionen und Kompromissen bei der Planung gedacht. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung für neue Stromtrassen zu erhöhen, schlägt ein FDP-Politiker nun etwas Neues vor.Finanzielle Beteiligung soll Akzeptanz steigernDer niedersächsische FDP-Landtagsabgeordnete Gero Hocker schlug am Dienstag in einer Radiosendung des Senders Hit-Radio Antenne ein ungewöhnliches Konzept vor, mit dem die Bürger vom Netzausbau direkt profitieren sollen. Ein Hauptproblem beim dringend notwendigen Ausbau der Stromnetze liegt in der Akzeptanz der Anwohner, die in der Regel den Überlandleitungen extrem skeptisch gegenüberstehen. Nach Ansicht von Hocker könnte man dies durch eine finanzielle Beteiligung der Bürger verbessern.
Netzausbau offenbar ohne Alternative
Die Erfahrung zeige, dass beispielsweise der Neubau von Windkraftanlagen eher an Orten akzeptiert werde, wo die Bürger sich als Anteilseigner an dem Projekt beteiligen und somit von den Erlösen der Einspeisevergütung profitieren können. Mit einem ähnlichen Investitionsmodell könnte man nach Ansicht der FDP auch den Netzausbau voranbringen. Zahlreiche Fachleute sind der Meinung, dass die deutschen Stromnetze für die Zukunft nicht ausreichend dimensioniert sind. Dieses Problem wird durch den Atomausstieg noch vergrößert, weil der Transport von Strom aus dem Norden in den Süden zunehmend schwierig wird. Um Überlastungen zu verhindern, sollen die Stromnetze zügig erweitert werden.
