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EU: Stromanbieter RWE kann Höchstspannungsnetz verkaufen
EU: Stromanbieter RWE kann Höchstspannungsnetz verkaufen24.08.2011, 15:33 Uhr
Ohne langwierige Verzögerungen genehmigen die Wettbewerbshüter der Europäischen Union den Verkauf der RWE-Tochter Amprion. Damit kann das längste Höchstspannungsnetz Deutschlands den Besitzer wechseln.Stromanbieter verhandelt mit KonsortiumDer Verkauf der Netzsparte durch den Stromanbieter ist schon seit längerer Zeit im Gespräch. RWE will mit dem Erlös aus dem Geschäft einen Teil seiner 30 Milliarden Euro an Schulden abbauen. An dem Kauf interessiert ist eine Tochterfirma der Commerzbank, die Commerz Real, die in einem Konsortium mit Tochterunternehmen der Münchner Rück, Talanx und der Swiss Life das rund 11.000 Kilometer lange Höchstspannungsnetz von RWE übernehmen möchten.
EU-Kommission hat keine Einwände
Die EU-Wettbewerbshüter hatten keine Einwände gegen den Verkauf, der dem Stromanbieter voraussichtlich rund 700 Millionen Euro einbringen wird. RWE will Amprion allerdings nicht komplett verkaufen, sondern nur 74,9 Prozent der Anteile, um weiterhin Einfluss auf das Stromnetz nehmen zu können. Für die EU-Kommission war entscheidend, dass den von dem Verkauf betroffenen Märkten durch den Deal keine großen Auswirkungen bevorstehen. Dies umfasst beispielsweise die Stromübertragung oder auch den Verkauf und damit die Strompreise von Großabnehmern und Privatkunden.
