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Atommüll: Höhere Strahlenwerte im Zwischenlager Gorleben
Atommüll: Höhere Strahlenwerte im Zwischenlager Gorleben26.08.2011, 13:08 Uhr
Einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zufolge sind die Strahlenwerte im Zwischenlager Gorleben auf ein solches Niveau angestiegen, dass die jährlich zugelassenen Grenzwerte schon im Herbst erreicht werden könnten. Dadurch könnte der anstehende Castor-Transport gefährdet sein.Ministerium: Nächster Castor-Transport für Herbst geplantWie der NDR berichtet, hätten Radioaktivitätsmessungen im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums ergeben, dass die Belastung mit Strahlen am Zaun des Zwischenlagers bis zum Ende des Jahres 2011 die geltenden Jahresgrenzwerte überschreiten könnte. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte hierzu am Donnerstag, dass man allerdings nicht davon ausgehe, dass der nächste Castor-Transport mit Atommüll nach Gorleben gefährdet sei, welcher für den Herbst geplant ist.
Ursache für höhere Strahlenwerte noch unklar
Dem Bericht zufolge lag der Halbjahreswert für die Neutronenstrahlung am Zaun laut Ministeriumsangaben im Jahr 2010 bei 0,23 Millisievert. In diesem Jahr liege er bereits bei 0,27 Millisievert. Die Ursache hierfür sei bislang unklar, so der NDR weiter. Falls die Jahresdosis überschritten werden sollte, würde eine weitere Einlagerung von Castor-Behältern in diesem Jahr gegen die Vorschriften verstoßen. Das Ministerium will hierüber am kommenden Donnerstag mit den Betreibern des Zwischenlagers in Gorleben sprechen.
