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Stromanbieter E.ON darf Atomkraftwerk Brokdorf wieder anfahren
Stromanbieter E.ON darf Atomkraftwerk Brokdorf wieder anfahren26.08.2011, 19:11 Uhr
Nachdem sich das AKW Brokdorf nach einer Panne in einem von zwei Transformatoren abgeschaltet hatte, wurde klar, dass der Schaden nicht schnell zu beheben sein würde. Der Betreiber E.ON stellte daher den Antrag, das Atomkraftwerk mit halber Leistung und nur einem Trafo zu betreiben.Aufsichtsbehörde gibt Stromanbieter grünes LichtDiesem Antrag hat die zuständige Aufsichtsbehörde in Gestalt des Kieler Justizministeriums nun stattgegeben. Am Donnerstag erteilte das Ministerium dem Stromanbieter E.ON die Genehmigung, das Atomkraftwerk Brokdorf mit dem verbliebenen Transformator wieder ans Netz zu bringen. Am 7. August war der Reaktor nach dem Vorfall heruntergefahren worden. Erst kurz zuvor war das Atomkraftwerk wegen planmäßiger Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden und sollte eigentlich den Regelbetrieb wieder aufnehmen. Daraus wurde wegen der Panne nichts.
Stromanbieter tauscht beschädigten Trafo aus
Nach Angaben der Atomaufsicht haben die Untersuchungen nach dem Vorfall ergeben, dass alle Vorgänge nach dem Abschalten des Atomkraftwerks absolut ordnungsgemäß verlaufen seien. Der beschädigte Trafo ist nach Angaben von E.ON nicht mehr zu reparieren und soll im September ausgetauscht werden. Man hofft, bei einer kompletten Zerlegung auch endlich der eigentlichen Ursache für den Ausfall des Geräts auf die Spur zu kommen. Sicherheitsbedenken hat die Atomaufsicht demnach nicht, da die Anlage auch mit nur einem Trafo sicher betrieben werden könne. Die Opposition im schleswig-holsteinischen Landtag kritisierte die Entscheidung, dem Stromanbieter das Wiederanfahren des Atomkraftwerks zu erlauben.
