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Japan: Premierminister tritt auch wegen Fukushima zurück
Japan: Premierminister tritt auch wegen Fukushima zurück26.08.2011, 21:32 Uhr
Erst seit einem Jahr im Amt, hat der japanische Premierminister Kan seinen Rücktritt erklärt. Damit reagiert er auf Kritik, nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe sowie dem Atomunfall in Fukushima nur zögerlich reagiert zu haben.Ministerpräsident wegen Erdbeben und Atomkatastrophe unpopulärDer Rücktritt war allgemein erwartet worden, weil Kan diesen Schritt bereits vor einigen Monaten angekündigt hatte. Allerdings wollte der japanische Ministerpräsident zuvor noch einige wichtige Gesetze verabschieden. Diese Gesetzesänderungen waren für ihn eine Vorbedingung, um von seinen Ämtern zurückzutreten. Kan hatte vor allem wegen seines Umgangs mit der Atomkatastrophe von Fukushima und den Folgen des Tsunami an Popularität in der Bevölkerung eingebüßt.
Keine Neuwahlen erforderlich
Zu Neuwahlen führt der Rücktritt des Ministerpräsidenten allerdings nicht. Die Regierungspartei Kans, die DPJ, will am Montag einen neuen Parteichef wählen. Dieser neue Parteiführer wird dann voraussichtlich auch der neue Premierminister des Landes werden. Damit bekäme Japan den sechsten Regierungschef in ebenso vielen Jahren. Am 11. März hatte ein verheerendes Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, in dessen Folge es im Atomkraftwerk Fukushima zur Kernschmelze in mindestens einem, vermutlich sogar in mehreren Reaktoren, gekommen war. Noch immer treten große Mengen Radioaktivität aus. Neuesten Untersuchungen zufolge wird die Region um das Atomkraftwerk auf Dauer unbewohnbar bleiben.
