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Bundesnetzagentur: Kein Atomkraftwerk als Kaltreserve geplant

Bundesnetzagentur: Kein Atomkraftwerk als Kaltreserve geplant31.08.2011, 12:55 Uhr

Wie erwartet hat die Bundesnetzagentur heute ihre Entscheidung zur Kaltreserve bekannt gegeben. Demnach wird keines der älteren stillgelegten Atomkraftwerke als Reserve für Stromengpässe benötigt.Konventionelle Kaltreserve reicht aus
Wie die Behörde am Mittwoch in Berlin mitteilte, verzichtet sie auf die Nutzung eines der stillgelegten Atomkraftwerke als mögliche Reserve für eventuelle Stromengpässe im Winter. Für die Stabilität des Netzbetriebs sei eine atomare Kaltreserve nicht notwendig, so der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Mehrere Kohlekraftwerke stünden für eine sogenannte konventionelle Kaltreserve zur Verfügung, um in Extremsituationen ausreichend Strom produzieren zu können. Durch den Atomausstieg und die Stilllegung von acht älteren AKW könnten solche Situationen zum Beispiel im Winter auftreten, wenn durch bestimmte Wetterbedingungen nicht genügend Wind- und Sonnenenergie zur Verfügung stünde.

Atomkraftwerke für Kaltreserve eher ungeeignet
Die Kaltreserve soll von verschiedenen Kohlekraftwerken zur Verfügung gestellt werden. Dies sind der Block Nummer 3 des Großkraftwerks Mannheim, das Kraftwerk Nummer 2 in Mainz-Wiesbaden und der Kraftwerksblock C in Ensdorf. Eine atomare Kaltreserve hätte nach Einschätzung der Bundesregierung rund 50 Millionen Euro im Jahr gekostet. Aber auch technische Gründe sprachen gegen ein Atomkraftwerk in der Rolle einer „Stromfeuerwehr“, weil im Falle von Stromengpässen eine schnelle Reaktion kaum möglich gewesen wäre. Atomkraftwerke benötigen zwischen mehreren Stunden und einigen Tagen, um aus dem Stillstand hochgefahren zu werden. Kohlekraftwerke sind hier wesentlich flexibler.



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