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Spritpreise: Bundesregierung verärgert über Preisaufschläge wegen E10
Spritpreise: Bundesregierung verärgert über Preisaufschläge wegen E1031.08.2011, 19:14 Uhr
Die Anhebung der Benzinpreise für herkömmliches Super hat bei der Bundesregierung Empörung hervorgerufen. Die Mineralölkonzerne wollen damit quasi die Kunden für den Nichtkauf des umstrittenen E10 bestrafen.Mineralölkonzerne bestrafen Kunden mit teurem E5Man könnte meinen, dass seit Jahresanfang wieder verbleites Benzin im Verkauf sei. Wie Blei liegt jedenfalls das bei den Kunden sehr unbeliebte E10 in den Tanks der Mineralölkonzerne. Jetzt haben die meisten Tankstellen die Preise für herkömmliches Super-Benzin erhöht, um die drohenden Strafzahlungen zu kompensieren, die auf die Konzerne zukommen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Mineralölkonzerne einen Anteil von 6,25 Prozent Ethanol-Kraftstoff auf den gesamten Spritabsatz erreichen müssen. Falls nicht, drohen besagte Strafzahlungen. Durch den Käuferboykott bei E10 fürchten die Mineralölkonzerne nun Einbußen durch die Strafen und schlagen dies nun vorsorglich auf das herkömmliche E5-Super auf.
Experten: Kein Grund für höhere Preise bei herkömmlichem Super
Nicht nur die Bundesregierung kritisiert diese Praxis heftig, denn die Herstellung und der Vertrieb von E5 ist in keiner Weise teurer als der von E10. Höhere Preise sind demnach laut ADAC absolut nicht gerechtfertigt. Da das herkömmliche Super bereits fünf Prozent Ethanol enthält, ist das Erreichen der vorgeschriebenen 6,25 Prozent ohnehin kaum gefährdet, meinen Fachleute. Der CDU-Umweltexperte Paul forderte das Bundeskartellamt auf, den Ölmultis auf die Finger zu schauen.
